WWW.ADAV.de - Afghanisch Deutscher Ärzteverein e.V






 Home

 Neues

 MCH-Clinic

 Wiederaufbau

 ARTF-ExS

 Wir über uns

 Kontakt

 Links

 Reisen

 Bildergalerie

 Berichte-Archiv

 Jahresberichte

 MCH-Clinic

 Sono-Projekte

 Dachverband

 Reiseberichte

 Veranstaltungen

 

 

Dachverband des Afghanischen Medizinischen Fachpersonals
und deren Kollegen im deutschsprachigen
Raum

D.A.M.F. e.V.

D.A.M.F. e.v.

Dezember 2004, Bericht über DAMF e.V.:

Entstehungsgeschichte:

·        Nach dem 11. September 2001, fanden mehrere Tagungen, Seminare und Konferenzen,
        in Bezug Afghanistans Gesundheitsproblemen, in BRD statt:

·        Seminar: Gesundheitsversorgung in Afghanistan, Ärzteprogramm, Uni.-Heidelberg ,
         am 17.-18.11.2001 in Ludwigshafen

·        Fachtagung am 07.-08.12.2001 in Berlin, führte zu „ Arbeitgemeinschaft Wiederaufbau Afghanistan(AWA)“

·        Seminar Uni.-Heidelberg, Ärzteprogramm, am 25.-27.01.2002 in Bonn:
         Afghanistan- Gesundheitsdienste in Krisensituationen

·        Tagung in Iserlohn, am 08.-10.02.2002. Afghanistan-Der Krieg und die Zukunft

·        Fachtagung am 01.-03.03.2002 in Dessau “ Wiederaufbau und nachhaltige Entwicklung Afghanistans“

·        Seminar für afghanische Fachkräfte am 22.-24.03.2002 in Bonn, Einsatz afghanischer Fachkräfte zum
        
Wiederaufbau in Afghanistan,( Afghanisches Fachkräfte-Team Göttingen)

·        Seminar mit Mediziner Treffen in Göttingen, am 03.-05.05 2002 mit Referaten und Workshops:
         Etwa 100 köpfiges Plenum beauftragte eine 14 –Personen- Kommission, die Modalitäten der Gründung des
         Dachverbandes vereinsrechtlich vorzubereiten:

·        Tagung der Kommission am 18.-19.05 2002 in Freiburg: Abschluß der Satzung des Dachverbandes

·        Gründungsversammlung des Dachverbandes am 22.06.2002 in Ludwighafen,  Registrierung und die
          Anerkennung der Gemeinnützigkeit am 22.11.2002 beim Amtsgericht Heidelberg.

Gründungsmitglieder :

·        Afghanisch‑deutscher Ärzteverein e. V. (ADAV)

·        Förderverein für afghanische Flüchtlinge medizinische Versorgung und Schulwesen e. V.

·        Ärzteverein für afghanische Flüchtlinge e. V.

·        Avicenna Verein e.V.

·        Afghanischer Ärzteverein in der Schweiz

·        Solidarfonds Afghanistan e.V. (SFA)

·        Afghan Medical Staff Association (AMSA) e. V. Göttingen

·        Vereinigung zur Förderung des Gesundheitswesens

·        Afghanistan e.V. (VGA

Die 8 Mitgliedsvereine haben zusammen über 200 Mitglieder. Einige Vereine existieren seit 20 Jahren: ( Ärzteverein für afghanische Flüchtlinge  e.V., in Helmstedt, Gründungsjahr 1983) und einige sind neu entstanden (Afghan Medical Staff Association e.V. in Göttingen, Gründungsjahr 2002
Neues Mitglied:  

International Orphan Care: seit November 2003

Zielsetzung:

Planung und Koordination der Aktivitäten der afghanischen Ärztevereine im deutschsprachigen Raum in Europa für den Wiederaufbau des Gesundheitswesens in Afghanistan.

Diese werden u. a. realisiert durch:

·        Verbesserung der medizinischen Versorgung und Rehabilitation in Afghanistan durch das im
         deutschsprachigen Raum lebende afghanische medizinische Fachpersonal und deren Kollegen.

·       Förderung der Zusammenarbeit von Ärztinnen/ Ärzten und Institutionen in den Bereichen der
        Medizin und gesundheitsrelevanten Wissenschaften zwischen dem deutschsprachigen Raum
        und Afghanistan. Die Zusammenarbeit umfaßt sowohl den klinisch‑kurativen Sektor und den
        präventiven Sektor als auch die Forschung und Lehre.

·       Unterstützung beim Aufbau eines Gesundheitsversorgungssystems in Afghanistan im Sinne
        der Strategie der primären Gesundheitspflege ( Primary Health Care) und Essential Drug
        Medicine im Sinne der WHO.

·       Förderung der Entsendung afghanischer Ärztinnen/ Ärzte und des medizinischen Fachpersonals
        sowie medizinischer Sachausrüstung und Medikamente nach Afghanistan.

·       Förderung der medizinischen und kulturellen Beziehung zwischen dem deutschsprachigen
        Raum und Afghanistan.

·        Als Ansprechpartner für internationale, europäische und deutsche Organisationen in Sachen
        des Wiederaufbaus des Gesundheitssystems in Afghanistan tätig zu sein.

·       Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit und die beratende Funktion fü r Regierungs‑ und
        Nichtregierungsorganisationen, sowie dem Europarat in Straßburg, die einen Beratungsbedarf
        bezüglich des Wiederaufbaus des afghanischen Gesundheitssystems haben.

·        Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten zwecks Wiederaufbau des afghanischen Gesundheitswesens.

·       
Unterstützung der Projekte der Einzelmitglieder in Afghanistan personell und auch finanziell.

Bisherige Aktivitäten:

Mehr als 20 medizinische Einsätze von Mitgliedern des DV,s ,verschiedener Fachrichtungen, in Afghanistan seit Sommer 2002, von  2-bis 6-wöchige Dauer“ Urlaubsmöglichkeit bedingt“.

Die Reisen von Kolleginnen und Kollegen, Afghanen und Nichtafghanen, wurden fast ausschließlich auf eigene Kosten durchgeführt. Reise Ziele lagen  in Kabul,  Parwan, Taleqan,  Jelal abad,  Hasarajat,  Herat, Mazar-i-Scharif und Umgebung von Kabul.

Zahn- und Kieferheilkunde spezifische Einsätze wurden aber nur  in Kabul durchgeführt.

Fachlich- Medizinische Einsätze:

Durchführung von Ultraschall- Kursen,

Gynäkologie und Innere Medizin in Kabul: Insgesamt 6x Kurse in Kabul.

Nach Evaluierungsreise nach Kabul und Jelalabad wurde entschieden, das Projekt in drei Teilen nach dem Vorbild von DEGUM durchzuführen:

Anfänger- Kurs( Dr. Dohmen, Dr. Siegel und Dr. Rahim.

Aufbaukurs : Dr. Reuss, Frau Dr. Utz, Dr. Alam und Dr. Nazary

Abschlusskurs: Prof. Wienbeck,Dr. Becker und Dr Nazary

Zwischen den Anfänger- und Abschlusskurs fand einmal wöchentlich Supervision durch Dr. Nawab Kamal für die Ärzte in der Region Kabul statt.

22    afghanische Ärztinnen und Ärzte wurden ausgebildet.

Es ist geplant weitere ähnliche Kurse, auch in verschiedenen Provinzen , demnächst durchzuführen.( Ausführliche Berichte: Siehe Homepage des DVs: www.afghanmed.de, unter Berichte von Dr.Nazary, Dr. Dohmen und Prof. Wienbeck).

Durchführung von Ultraschall- Kursen in Mazar-i-Sharif, Provinz Balkh:

Anfängerkurs: von 30.04.04- 12.05.04:

Teilgenommen 11 Ärztinnen und 13 Ärzte, aus Mazar und umgebenden  Provinzen.

Wundheilungsbehandlung, incl. Forschung effektivere Mittel, auch bei Cutaner Leichmaniasis, durch Prof. K. Stahl:

In Wazeer Akbar Khan Krankenhaus( WAK), Othopädische Abteilung, wobei die Leitung der Studie von Oberarzt Dr. Ahmad Saied Sabees übernommen wurde. Diese Studie läuft weiter und die Ergebnisse der bisherigen Behandlungen sind sehr ermutigend.

Prof. Stahl fliegt am Sommer 2003 erneut nach Kabul und möchte eine Wund- Ambulanz , zunächst in  Kabul eröffnen.( Ausführlicher Bericht Siehe Homepage DV, Unter Bericht Prof. Stahl).

Erneuter Flug  Professor Stahl von Mai 2004 bis Anfangs Juli 2004, mit Wundheilungskursen und  Forschungsauftrag,  in Provinz Balkh und Kabul mit anstrebendem Doktoranten zu Dokumentation und Ausarbeitung der Ergebnisse.

Durchführung von Endoskopie - Kursen:

Evaluierungsreise von Dr. Ahmadiar und Beginn des Endoskopie- Kurses durch Prof. Wienbeck: In Ali- Abad  Teaching Hospital und in Rabia Balkhi Hospital Kabul: Seit Sommer 2003, läuft zur Zeit in Kabul, bis noch mindestens 1 Jahr, was von DAAD voll unterstützt wird. Die Ärztinnen und Ärzte kommen aus Kabul und aus  verschiedenen Provinzen

Im Sommer 2004 , beim Besuch in Ali Abad Hospital, war Herr Dozent Seddiqqi, Vertreter von Prof. Wienbeck in Kabul, mit 5-Kollegen aus verschiedenen Provinzen beim  Endoskopie Unterricht beschäftigt

Durchführung von cardiologischen Diagnostikmethoden und cardiale Reanimation:

Vorbereitungsreise: Im Jahr 2003: Dr. Zulfacar: Nach ausführlichen Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium in Kabul( Ministerin Frau Prof. General Soheila Siddiq, Dr. Ferozuddin Feroz, Viziminister, Dr. Abdullah Sherzai, Präsiden der Planungsableitung), Ministerium für Höhere Bildung (Herrn Dr. Sharif Fayez, Minister, Herrn Najib Nazif, Präsident der Foregne relation), Medizinisches Institut  Kabul, Direktion der Ali Abad Teaching Hospitals, DAAD- Vertretung in Kabul (Frau Schlottmann ) unter anderen  wurde ein Cardiologische Diagnostik Kurs wie EKG- und Phonocardiologie- Fortbildung, im Frühjahr 2003  eingeleitet und in im Sommer 2003 wurde in Kabul erfolgreich duch geführt. Teilgenommen haben 22 Ärztinnen und Ärzten, aus Kabul und 7x verschiedenen Provinzen, wobei insgesamt 11x Defibrillatoren mit reichlich entsprechenden Zubehör, in 7x  Provinzen und 4x in verschiedenen Krankenhäusern in Kabul, verteilt bzw. installiert wurden.

Ähnliche Kursen sind im Sommer 2004, auch in den Provinzen geplant, im August und September, zunächst in Mazar-i-Sharif und in Herat, die cardiale Diagnostikkurse mit cardialen Reanimationsmaßnahmen sollen statt finden.

Vorgesehen ist. dass ca. 20 Ärztinnen und Ärzte-, möglichst mehrheitlich  aus Provinzen, daran teilnehmen und nach erfolgreicher Absolvierung sollen die EKG-Geräte mit Defibrillatoren an den Provinzkrankenhäusern  verteilt werden., da wo die Kollegen eingearbeitet sind und damit gut und problemlos umgehen können..

Geleitet werden diese Kursen  von örtlichen Dozenten wie Herr Prof. Nader Ahmad  Exeer, Direktor der Teaching Hospital Ali Abad und

sonstige  Dozent der Uni-Balkh und Herat und von Dr. Zulfacar, Facharzt Innere Medizin, Notarzt und Intensiv- Mediziner.

Im Sommer 2004, von28.08.bis 11.09.2004 wurde der: „noninvasive cardialdiagnostic and reanimation course“in Mazar-i-Sharif, erfolgreich beendet. Vom 12.09.bis 27.09.04 wurde die Vorbereitung dieses Kurses in Herat eingeleitet und für den Frühjahr 2005 die Duchführung vorgesehen.

( Ausführlicher Bericht Siehe Homepage, Reise- Berichte  Dr. Zulfacar)

Stomatologie und Zahnmedizin:  

Dr. Qadrei und sein Team. :Erste  Reise 2002 und letzte Reise April 2003:

Nach Beratungen und Diskussion mit ehemaligem Direktor des Kliniks Dr. Raufi und Dr. Nasiri wurde  eine Einleitung  über:

Abhandlung der Totalen und Partiellen Prothetik in Theorie und Praxis, vereinbart und durchgeführt:  Jede Patient wurde von Anfang bis Ende behandelt. Jede Behandlungsschritt wurde zunächst theoretisch erörtert und dann praktisch umgesetzt.

Außerdem wurden auch chirurgische, konservierende und endodontische( Füllungstherapie und Wurzelbehandlung) Fällen behandelt. Die verwendeten Materialien wurden von uns zur Verfügung gestellt.

Aufbau zahnmedizinischer  Ambulatorien in mehren Waisenhäusern sind geplant.

Schulmedizinischer Dienst:

Beginn in Scharara Schule, in Kabul( Siehe Reise Bericht Dr. Ghamin)

Sonstige Hilfsmassnamen:

Transport von 5x Rettungswagen bzw. Ambulanzen aus BRD nach den  Provinzen Bad Ghis, Ghor, Farah, Niemroz und Herat

Versorgung verschiedene Kliniken in Afghanistan mit vielen medizinischen Geräten, Material und Medikamenten

Unterstützung der medizinischen Stationen einzelnen Waisenhäuser und Armenhaus“ Maraston“ in Kabul mit medizinischen Geräten, Labor-Einrichtung und Medikamenten

Unterstützung der Aschiana- Einrichtungen, durch 2x malige Reisen von Frau Alam, Vermittlung der Patenschaften für mehrere Waisen hier in BRD.

vom  4.3. - 21.3.2002

In oben erwähnten Zeitraum wurde einige Krankenhäuser in Kabul und Umgebung besucht Und Medikamente in verschiedenen Dörfern und Institutionen wie Waisenhäuser verteilt

  vom 3.Juni  - 28.Juni 2002

Es wurden  1000 kg Medikamente sowie Ultraschallgeräte und EKG`s Blutdruck Messgeräte, Stethoskop usw. mit genommen um medizinische Versorgung der Loya Dschirga  zu leisten. Es wurden ca.  2850 Personen untersucht und behandelt.

Fernseh- und Videorecorder für das Medizinisches Institut ( Medizinische Uni- Kabul) und Ali Abad Hospital zur wissenschaftlichen Fortbildung mit einigen wissenschaftlichen Kassetten

Tiefbrunnenbau für das Krankenhaus Ibn Cina in Kabul

Installation von Klimaanlagen, d.h. air condition, in Op- Räumen, Rabia Balkhi- Hospital

Unterstützung einiger Schulen in Kabul, Schiwakie, Istalef und Bamyan, Sharara( Schulmedizinische Einrichtung)

Versorgung mehreren armen Familien in Kabul mit Nahrungsmittel und Decken

Unterstützung einiger Ärzten im Rahmen der Stipendienmöglichkeiten, Unterbringung, Flugkosten u.s.w. in

Deutschland, in der Schweiz und in Spanien.

Herausgabe der monatlichen Zeitschrift „ Peike Shafah“ von Provinz BALKH für zunächst ein Jahr, finanziell gesichert

Eröffnung von Gesundheitszenter in BAZARAK von PANSHIER, was inzwischen Verwaltungsmäßig als Wolajet existiert und deren Gesundheitszentrum nun in Bazarak lokalisiert ist. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit EMERGENCY, bei 25.000,-USD Kosten von uns, unterstützt und im Sommer 2004 eröffnet.

Installation, Einführung und Schnenken von ein SONOGERÄT, Marke Combission, spez. Für Säuglinge, in Maiwand-Hospital, Kinderabteilung, Kabul, mit Einrichtung eines Raumes für Sonographie und Übergabe einer Defibrillator., Marke LIFEPAK 300, für Anästhsie- Abteilung von Maiwand Hospital.

Übergabe einer Gemälde von RABIA BALKHI, durch den berühmten Maler von BALKH, Herrn Nagschbandy in unserem Auftrag gefertigt, für RABIA BALKHI HOSPITAL in Kabul, mit Umrahmung für ca. 450,-USD.

Aktivitäten in BRD

Herausgabe der Medicina afghanica(Bulletin zur Gesundheitsversorgung in Afghanistan)

Mehrere Informationsveranstaltungen in BRD:

Freiburg, Lüdenscheid, München,  Melle, Detmold, Wuppertal, Mainz ,Göttingen und  Berlin

Kontaktaufnahme mit medizinisch involvierten Stellen in BRD und in Afghanistan

Seminar am 20.11.2004 in Freiburg: Medizinische Versorgung in Afghanistan Schwierigkeiten bei der Realisierung der Aufbauprojekte und Lösungsaspekte.

Generell würden wir uns in Zukunft im Rahmen des DV,s mehr im Bereich medizinischer  Fortbildung und Weiterbildung, sog. Capacity Building, konzentrieren und versuchen einige  medizinische Zentren aufbauend zu unterstützen ,während einzelne Vereine ihre karetative humanitäre Arbeit weiter fortführen werden.

Uns scheint die medizinische know how-Transfer für unsere Kolleginnen und Kollegen in Afghanistan bei unseren Einsätzen sehr wichtig.

Dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für Höhere Bildung( Uni- und Hochschul Bereich) in Kabul haben wir Folgendes schriftlich eingereicht:

1-Die Arbeit der Fachkräfte in DV ist freiwillig und ehrenamtlich

2-DV wird von afghanischen Behörden keine finanzielle Unterstützung verlangen

3-Die Mitglieder des DV,s leben und arbeiten in Europa und werden keine Arbeitsstelle von afghanischen Kolleginnen und Kollegen gefährden bzw. beansprechen.

Mit freundlichen Grüßen
  Ataullah Zulfacar

Vorsitzender des Dachverbandes